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Der Golden Retriever

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Geschichte

Der Golden Retriever wurde als Jagdgebrauchshund meistens für die Niederwild- und Wasserjagd in Schottland gezüchtet. Man brauchte einen Hund mit einem angeborenen Beute- und Bringtrieb, der gleichzeitig aber auch weichmäulig und leichtführig sein sollte. Außerdem sollte er über große Ausdauer und Arbeitsfreude verfügen. Sicher ist, dass der Golden auf eine Verpaarung eines gelben Retrievers “Nous” und eines Tweed Water Spaniels “Belle” zurückzuführen ist. Diese Verpaarung nahm Lord Tweedmouth auf Guisachan in Invernessshire Schottland vor.

Im Laufe der Jahrzehnte wurden Setter, Bluthunde und auch Labrador Retriever eingekreuzt. Der Bluthund sollte die Spurensuche auf verwundetes Reh- und Rotwild (“deer tracking”), zu der, der Golden ebenfalls eingesetzt wurde, verbessern. Der Golden Retriever wurde erst 1910 als eigenständige Rasse vom Kennel Club anerkannt und 1911 wurde der Golden Retriever Club in Großbritannien gegründet. In Deutschland wurde der Deutscher Retriever Club e. V. im Jahre 1963 gegründet, sowie der Golden Retriever Club im Jahr 1989.

Das Aussehen

Die Rasse hat eine kräftige Knochenstärke, er ist ein sehr gut gebauter mittelgroßer Hund mit einem Edel geformten Schädel und einem Ausgeprägtem Stop, die dunklen Augen verleihen ihm dem liebenswerten, sanften Ausdruck. Die Augenlider wie der Nasenschwamm sind gut pigmentiert, was den freundlichen und friedlichen Ausdruck des Golden Retrievers noch unterstreicht.

Das Fell ist mittellang, mit glattem oder welligem Deckhaar sowie dichter, wasserabweisender Unterwolle. An den Vorderläufen und der Rute weist es eine gut ausgeprägte Befederung auf, Rute ist gut befahnt. Die Farbe entspricht in jeder Schattierung zwischen Cremefarben und Dunkelgolden dem Standard.

Die erwachsenen Hündinnen wiegt bei einer Schulterhöhe von 51 bis 56 cm zwischen 30 und 36 kg. Der erwachsene Rüden bringen bei einer Schulterhöhe von 56 und 61 cm zwischen 34 und 40 kg auf die Waage.

Die Ausbildung

Durch seinen “will to please” –>“Willen zum Gehorsam“ und seine leichte Führigkeit ist er für alle Aufgaben leicht auszubilden. Die Hauptaufgabe des Golden Retrievers ist das Apportieren von Wild. Die Rasse wurde gezüchtet für die “Arbeit nach dem Schuss”, was bedeutet, dass er das erlegtes Wild freudig und mit weichem Maul seinem Führer zuträgt. In erster Linie wird er zur Entenjagd und zur Jagd auf anderes Niederwild eingesetzt. Die große Intelligenz der Rasse trägt zu seinem Jagdverstand bei, sein Temperament und seine Wasserfreude verleihen ihm Jagdpassion und lassen seine hervorragenden Anlagen wie Beute- und Bringtrieb, Finderwillen und ausgezeichnete Nase nutzbar werden.

Die jagdlichen Anlagen der Retriever befähigen sie auch in hervorragender Weise zum Einsatz als Rettungs-, Blinden-, Sprengstoff- und Rauschgiftsuchhund oder als Behindertenbegleithund. Um diese Aufgaben meistern zu können, muss der Golden Retriever selbstverständlich das Rassespezifische Wesen vorweißen und ein sicherer Hund sein. Jede Form von Aggressivität, Ängstlichkeit, Kampftrieb oder Nervosität ist unerwünscht.

Diese hervorragenden Eigenschaften haben den Golden Retriever zu einer der beliebtesten Hunderassen gemacht, leider auch zum Modehund. Der Golden Retriever sollte mit Apportieren gefördert werden, den es sollte nie vergessen werden dass diese Rasse für die Arbeit nach dem Schuss gezüchtet wurde.

Darum ist eine klassische Beschäftigung für einen „Familien-Golden“ die Dummyarbeit. Mit diesem “Leinensäckchen”, das als “Wildersatz” dient und das in verschiedenen Gewichtsvarianten (250g, 500g, 1KG..) zu haben ist, wird der Jagdbetrieb simuliert.

Anforderungen an den Hundebesitzer

Die Golden Retriever sind für ihre Menschenfreundlichkeit bekannt und sind großartige Familienhunde. Er fühlt sich mit Kindern in seinem Rudel wohl, liebt es bei den Familienaktivitäten teilzunehmen und von den Kindern gestreichelt zu werden. Doch auch Golden Retriever sind Hunde und sollte nicht ohne Beaufsichtigung mit den Kindern gelassen werden, schnell kann der Mittelgroße Hund, ohne es gewollt zu haben ein Kind umwerfen. Wir können unseren Golden Retriever Hündin ohne Probleme mit Kindern spielen lassen, sie liebt es im Mittelpunkt zu stehen und ist stets vorsichtig. Diese Rasse ist auf keinen Fall für eine Zwingerhaltung geeignet Der sensible Charakter würde durch die Isolation von seiner Familie leiden, Verhaltensstörungen wären vorprogrammiert.

Auf denn ersten Blick ist der Golden Retriever ein sehr Edler Hund, doch man sollten wissen dass er das Wasser liebt, es sind Typische Wasserratten. Keine Pfütze ist ihm zu schmutzig. Er ist zwar ein sehr bewegungsfreudiger Hund, aber eintönige, routinemäßige Spaziergänge ohne Abwechslung werden ihm schnell langweilig. Auch seine Intelligenz möchte gefordert werden, mit vielen kleinen Tricks, Apportierübungen und Suchenspielen kann der Retrieverbesitzer den Hund fordern.

Gesundheit

Der Golden Retriever hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von ca. 12 – 14 Jahren, wobei die Hunde auch ein höheres alter erreichen können und die Langlebigkeit an ihre Nachkommen erben. Die Rassetypischen Erbkrankheiten der Rasse sind die Hüftgelenksdysplasie (HD), Ellenbogendysplasie (ED), Hereditärer Katarakt (HC), Progressive Retina Atrophy (PRA) usw. Diese Krankheiten werden durch gezielte Zuchtauslese und strenge Zuchtzulassungsvoraussetzungen der Vereine (DRC und GRC) reduziert.