“Egal wie wenig Geld du hast, einen Hund zu haben, macht dich reich!”
Lenox & Candy
Die Hundeausstellung

Irgendwann wird jeder Hundefreund und jeder Hundebesitzer als Besucher auf einer Hundeausstellungen gewesen sein und vielleicht hat man im Hinterkopf schon den Gedanken für das Züchten oder ist schon Profi im Sachen Richten und Ausstellen, doch es ist jedes Mal eigene ganz neue Erfahrung. Nur Hunde mit einer Ahnentafel eines dem FCI angeschlossenen Zuchtvereins können an Ausstellungen teilnehmen, die vom VDH selbst oder einem dem VDH angehörigen Verein veranstaltet werden.

Das Wichtigste ist das der Hund die Motivation hat im Ring aufzutreten, und es dem Hund Spaß macht. Sie werden Menschen kennen lernen, erleben bei jeder Ausstellung immer wieder etwas Neues. Da bekommt man auch ganz schnell den Ergeiz zu gewinnen, oder eine Vorzügliche Leistung hinzulegen. Vor einer Ausstellung sind meist die Menschen viel aufgeregter als die Hunde. Doch je mehr Ausstellungen man hinter sich hat, umso mehr ist auch diese "Anspannung" weg.

Wie komme ich nun mit meinem Hund zu einer Ausstellung? Voraussetzung ist vorerst, dass ich die Dokumente meines Hundes in Ordnung sind und bei der Hand habe. Das sind die Ahnentafel mit FCI, DRC oder GRC Zuchtnummer und dem Internationale Impfpass, welcher seit neuestem durch den EU-Heimtierausweis ersetzt wurde. Ein aufrechter Tollwutimpfschutz ist nämlich unbedingt notwendig. Mit diesen Unterlagen kann man daran gehen sich als Aussteller für eine bestimmte Ausstellung anzumelden. Meist beginnt man mit jener Ausstellung, welche einem schon als Besucher gefallen hat oder die in der Nähe des Wohnortes stattfindet.

Je nachdem für welche Veranstaltung man sich entschieden hat, erhält man die Meldeformulare entweder über das Ausstellungsreferat seines Vereines oder direkt vom Veranstalter sowie durch die Online Anmeldemöglichkeiten im VDH Ausstellungsportal.

Welche Anweisungen auf dem Anmeldeformular sind zu befolgen? Wichtiger sind schon die Termine für den Meldeschluss. Es werden zwei Termine als Meldeschluss angegeben.

Das sieht zum Beispiel dann so aus:

Ausstellungstermin : 15 März 2008 Offenburg
1. Meldeschluss : 01.02.2008 (Erster Meldeschluss)
2. Meldeschluss : 15.02.2008 (Offizieller Meldeschluss)

Kommt die Anmeldung bis zum 1. Meldeschluss in der Ausstellungsleitung ein, so ist die Ausstellungsgebühr ohne Aufschlag zu bezahlen. Trifft sie erst zum 2. Meldeschluss ein, wird ein gewisser Mehrbetrag verrechnet, etwa zehn - zwanzig Euro. Das ist dadurch zu erklären, dass durch die verkürzte Zeitspanne zur Bearbeitung der Unterlagen dem Ausstellungsbüro ein recht erheblicher Mehraufwand entsteht. Und so einen Katalog zu erstellen ist eine Riesenarbeit, hier werden Startnummer, Rassen, Namen, und weitere Daten eingegeben, so dass man auch außerhalb des Ringes immer alles im Überblick hat. Hat man nun alles richtig ausgefüllt, muss man bei der Gebrauchsklasse beachten (Gebrauchshund-Klasse: ab 15 Monaten Meldung ist nur dann möglich, wenn bis zum Meldeschluss das erforderliche Leistungs-/Aus bildungs- Kennzeichen (nach den Bestimmungen des jeweiligen Rassehunde-Zuchtvereins) zuerkannt wurde. Die Bestätigung (offizielle Bestätigung des VDH auf dem FCI-Formular) hierüber ist der Meldung in Kopie beizufügen. Fehlt der Nachweis, wird der Hund in die Offene Klasse versetzt.

Hat man nun alles beisammen erhält man ein bis zwei Wochen später per Post die Annahmebestätigung. Diese sollte man gleich auf die Richtigkeit der eingetragenen Personalien des Hundebesitzers und Daten des Hundes überprüfen. Wenn die Einträge nicht korrekt sind oder gar keine Annahmebestätigung eintrifft, tut man gut daran, umgehend mit der Ausstellungsleitung Kontakt aufzunehmen. Normalerweise funktioniert das Meldewesen aber wirklich ganz ausgezeichnet.

Ohne den Nachweis eines bestehenden Tollwutimpfschutzes bleibt dem Hund der Zutritt zu jeder Ausstellung verwehrt, die Meldegebühr ist somit verloren und der ganze Tag ist verdorben! Dieser Impfschutz wird dann als gegeben angesehen, wenn die durchgeführte Impfung nicht länger als ein Jahr und nicht weniger lang als einen Monat zurückliegt. Wer seinen Hund im üblichen Jahresintervall impfen lässt, kann somit beruhigt jede Ausstellung besuchen.